Mit steigenden Milchleistungen steigt das Risiko für die Herdengesundheit und  die Anforderungen an Haltung, Fütterung und Betreuung der Tiere. 

Besonders die Umstellung von der Laktation zum Trockenstehen und die erneute Umstellung des Stoffwechsels auf die folgende Laktation bedeuten eine sehr hohe Belastung für die Kuh. Während dieser Zeit ist meist das gesundheitliche Risiko für die Milchkühe am höchsten.

Oftmals sind die Abwehrkräfte der Kühe geschwächt und Folgeerkrankungen wie Mastitis, Ketose, Azidose, Labmagenverlagerung und Unfruchtbarkeit werden begünstigt.


Ketose die Stoffwechselkrankheit mit Folgen

Ketose tritt zu Beginn der Laktation auf. Jede Kuh kommt nach der Abkalbung in ein Energiedefizit, weil sie mehr Energie zur Produktion von Milch benötigt, als sie mit der Nahrung aufnehmen kann.

Ketose führt zu großen Ertragsverlusten bei Milchviehbetrieben:

  • Klinische Ketose: Verlust von 4 bis 10 kg Milch/Tag
  • Subklinische Ketose : Verlust von 1 bis zu 7 kg Milch/Tag
  • Verringerte Fruchtbarkeit und Fortpflanzung
  • Erhöhtes Risiko von Mastitis
  • Die Sterblichkeit liegt zwischen 50 bis 90% kombiniert mit einem Fettlebersyndrom

 (Ferre,2004;Cook,2001; Enjalbert, 1995 et 2002; BuƩler,1989, Brugère Picoux,1995; Duffield,2000)

Grundsätzlich gilt - Vorbeugen ist besser als Heilen:

Das Ernährungsmanagement der Kuh in der Transitperiode ist maßgebend, um die Auswirkungen einer negativen Energiebilanz auf die Leistungsfähigkeit und Fruchtbarkeit von Kühen zu reduzieren. Eine optimale Körperkondition zur Kalbung trägt entscheidend dazu bei, dass die Kuh gut in die Laktation startet.  

Um den Kühen den Start in die Laktation zu erleichtern, gibt es verschiedene Zusatzstoffe und Spezialfuttermittel zur Vorbeugung von Stoffwechselstörungen und zur Sicherung der Energieversorgung auf dem Markt. Die wichtigsten sind: Propylengycol, Glycerin, Propionate, Methionin, Cholin, Betain, Hefe- oder Vitaminmischungen, appetitanregende Stoffe u.v.m.

Alle prophylaktischen Maßnahmen dienen dem Ziel Verluste zu vermeiden und zahlen sich langfristig aus. Immer mehr Landwirte setzen gezielt um die Kalbung verschiedene Produkte unter anderem auch Boli ein, weil sich das Vorbeugeprogramm rechnet.

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