Sommermastitis: Wenn Fliegen zur Gefahr für das Euter werden
Mit dem Weidegang im Mai steigt nicht nur die Aktivität der Herde, sondern auch die der Fliegen. Besonders in den ersten warmen Wochen bauen sich Fliegenpopulationen schnell auf. Sie stellen für Milchkühe ein relevantes gesundheitliches Risiko dar. Neben dem direkten Stressfaktor sind Fliegen aktive Überträger von Krankheitserregern, die die Eutergesundheit der Herde nachhaltig beeinträchtigen können. .
Die Fliege als Überträger der Sommermastitis
Die im Umfeld von Milchkühen ständig vorkommenden Fliegen ernähren sich bevorzugt von proteinhaltigen Körpersekreten, wie Milchreste und suchen dafür gezielt den Euterbereich auf. Dabei können sie Erreger übertragen, die als Hauptverursacher der Sommermastitis gelten. Über kleinste Hautläsionen an der Zitze gelangt der Erreger in das Eutergewebe und kann eine schwer verlaufende, häufig chronische Euterentzündung auslösen.


Besonders tückisch kann die Entzündung bei Trockenstehern, hochtragenden Färsen und Jungrinder verlaufen. Diese Tiere werden seltener gemolken und kontrolliert. Dadurch bleibt eine Infektion oft länger unbemerkt. Unbehandelte Verläufe können das betroffene Euterviertel dauerhaft schädigen. Der wirtschaftliche Schaden pro Mastitisfall wird im Durchschnitt auf etwa 400 € geschätzt, bei schweren Verläufen entsprechend höher.
Fliegenbefall als Stressfaktor
Der Einfluss von Fliegen geht über die direkte Keimübertragung hinaus. Anhaltender Fliegenbefall versetzt Kühe in permanenten Stress. Die Tiere verwenden Energie zur Abwehr der Insekten, die dann für Leistung fehlt. Das kann sich auf Milchleistung und Gewichtsentwicklung auswirken.
Studien zeigen, dass anhaltender Stress bei Milchkühen mit erhöhten Cortisolwerten einhergeht und mit Leistungseinbußen verbunden sein kann.
Präventionsmaßnahmen
Eine wirksame Vorbeugung setzt auf mehrere Maßnahmen gleichzeitig.
Fliegenpopulation reduzieren
Die mechanische Bekämpfung der Fliegenpopulation auf der Weide, entlastet die Tiere spürbar. Die REDTOP Fliegenfallen, erhältlich als Einweg- und Mehrwegvariante, nutzen einen Lockstoff auf Proteinbasis, um Fliegen anzulocken und die Populationsdichte wirksam zu reduzieren. Der Einsatz ist besonders sinnvoll zu Beginn der Fliegensaison.
Euter pflegen und schützen
NJP LINIMENT von LANDMANS▪BEST enthält japanisches Pfefferminzöl in pharmazeutischer Qualität. Es pflegt die Euterhaut und kann durch seinen Geruch dazu beitragen, Fliegen fernzuhalten. Das Produkt ist ohne Wartezeit anwendbar sowie DLG-geprüft und FiBL-gelistet.

Immunsystem unterstützen
Steigt der Infektionsdruck durch Fliegen und belasten steigende Temperaturen die Tiere, ist eine gezielte Unterstützung der körpereigenen Abwehr sinnvoll. Hierfür bietet sich die kombinierte Gabe von ACTITOP Akut und ASPITOP von LANDMANS▪BEST an.
ACTITOP Akut enthält hochdosierte pflanzliche Wirkstoffe, die die Euterabwehr und das Immunsystem in Phasen erhöhter Belastung gezielt unterstützen.ASPITOP enthält natürlichen Weidenrindenextrakt (Salicin), der im Körper der Kuh in Salicylsäure umgewandelt wird und so den Auswirkungen von oxidativem Stress entgegenwirkt. Dies fördert die Futter und Wasseraufnahme. Ergänzt wird dies durch Magnesium, Vitamin C und Propolis, die die Abwehrkräfte zusätzlich stabilisieren.
Da ACTITOP Akut gezielt auf die Euterabwehr wirkt und ASPITOP gleichzeitig die allgemeine Stressreaktion des Tieres abmildert, ergänzen sich beide Boli in ihrer Wirkung. Die gemeinsame Gabe in einer Dosis ermöglicht es, beide Ansätze gleichzeitig abzudecken, ohne zusätzlichen Aufwand im Betriebsablauf.
Fazit Konsequente Prävention als Grundlage
Ein steigender Fliegendruck im Mai kann die Eutergesundheit der Herde belasten. Eine Kombination aus Fliegenkontrolle, Euterpflege und unterstützenden Maßnahmen bietet eine praxisnahe Grundlage für das Herdenmanagement. Frühzeitiges Handeln kann helfen, den Infektionsdruck zu reduzieren.
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